So trainieren die Junioren Bodybuilder

Das Athleten, welche beim Junioren Bodybuilding antreten, noch keine sehr lange Trainingserfahrung haben können, ist klar. Dies ergibt sich allein schon aus dem Alter, denn nur bis zum 21. Lebensjahr dürfen die Sportler an einem solchen Wettkampf teilnehmen. Es ist daher die Regel, dass kaum einer mehr wie fünf Jahre richtiges Krafttraining hinter sich hat, und dennoch sind die angewandten Trainingsmethoden schon sehr professionell. Denn nur mit einem Ganzkörpertraining ist es kaum mehr möglich, mit der absoluten Spitzenklasse mitzuhalten.

Die meisten Junior Bodybuilder geben an, dass sie zu ihrer Anfangszeit zwei bis drei mal in der Woche den ganzen Körper trainiert haben. In dieser Phase ist es ihnen möglich, genügend Kraft aufzubauen, und vor allem Bänder und Sehnen auf größere Belastungen vorzubereiten. Ist diese Phase, welche zwischen einem halben Jahr und einem Jahr dauert, dann abgeschlossen, beginnen die Junioren Bodybuilder, ihr Training zu intensivieren. Von diesem Zeitpunkt an greifen sie verstärkt auf Split-Trainingspläne zurück, bei denen die einzelnen Muskelgruppen isoliert trainiert werden können. Dies hat zur Folge, dass selbst bei fünf oder sechs Trainingstagen in der Woche die Regeneration gewährleistet werden kann. Es gibt allerdings kaum einen Athleten in dieser Altersklasse, welcher noch öfter trainiert, da die zusätzlich aufgewandte Zeit und die dadurch erzielbaren Ergebnisse eigentlich in gar keiner Relation stehen.

Trainingseindrücke eines Junior Bodybuilders

Die meiste Zeit über trainieren die Junioren Bodybuilder in einem Wiederholungsbereich von acht bis zwölf, wo laut übereinstimmenden Studien der maximale Muskelaufbau zu erwarten ist. Gerade im jungen Alter ist die Time under Tension, also die Zeit, in der der Muskel unter Spannung steht, von entscheidender Bedeutung. Die Wiederholungen sollten daher mit einer gemäßigten Geschwindigkeit ausgeführt werden, sodass ein Satz eine Dauer zwischen 45 und 60 Sekunden hat. So wird der Muskel der jungen Sportler ausreichend gereizt, wodurch die anabolen Stoffwechselprozesse in Gang gesetzt werden. Um einen möglichst großen Zuwachs an Muskelmasse erreichen zu können, setzen die Athleten sehr stark auf die altbewährten Grundübungen wie Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken und Schulterdrücken. Neben diesen Übungen, welche der größten Bestandteil des Trainings sind, werden auch Isolationsübungen immer wieder gerne eingesetzt. Diese haben den Vorteil, dass ein Muskel ganz gezielt trainiert, gestärkt und geformt werden kann, sodass die persönlichen Schwachstellen gezielt bekämpft werden können. Gleichzeitig kann so Einfluss auf die Symmetrie des Körpers genommen werden, was ebenfalls ein wichtiger Faktor bei einem Wettkampf ist.

Während einer Diät ist es für die Athleten besonders wichtig, dass das Training nicht an Intensität verliert. Denn gerade während der Vorbereitung auf den Wettkampf muss ein starkes Kaloriendefizit herrschen, um die gewünschte Form zu erreichen. Um dabei allerdings nicht die mühsam erarbeitete Muskelmasse zu verlieren, wird stets darauf geachtet, dass das Trainingsgewicht so wenig wie möglich gesenkt wird. Bei Junior Bodybuildern hat es sich zudem etabliert, die Beine zwei Wochen vor dem Wettkampf nicht mehr zu trainieren. Dies zeugt nicht von Faulheit, sondern sorgt dafür, dass auf der Bühne die Konturen der Muskulatur noch besser zu erkennen sind. Doch natürlich bedarf es etwas mehr als nur des harten Trainings, um bei einem solchen Wettkampf bestehen zu können.